doldenfraß
Blütenfäule, wissenschaftlich als Botrytis cinerea bekannt, ist eine verheerende Pilzkrankheit, die hauptsächlich Cannabis und andere blühende Pflanzen während ihrer entscheidenden Blütephase befällt. Dieser ausdauernde Erreger gedeiht unter feuchten Bedingungen mit schlechter Luftzirkulation und tritt typischerweise als grauer oder brauner Schimmel auf, der sich von innen heraus an den Cannabis-Blüten bildet und sich nach außen ausbreitet. Die Infektion beginnt, wenn luftgetragene Sporen auf anfälliges Pflanzengewebe gelangen, insbesondere in Umgebungen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 55 % und Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Im weiteren Verlauf verwandelt sich gesundes, lebendiges Blütenmaterial in eine matschige, verfärbte Masse, die zunehmend toxisch wird. Die Krankheit kann sich rasch über die gesamte Anbaufläche ausbreiten und innerhalb weniger Tage die gesamte Ernte vernichten, wenn nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. Blütenfäule stellt sowohl für kommerzielle Anbauer als auch für Hobbygärtner eine große Herausforderung dar, da sie nicht nur die Ertragsqualität beeinträchtigt, sondern auch ernsthafte Gesundheitsrisiken birgt, falls konsumiert. Moderne Anbaupraktiken haben verschiedene Vorbeugungsstrategien entwickelt, darunter Umweltkontrollsysteme, angemessene Belüftungsprotokolle und eine sorgfältige Überwachung der Pflanzendichte, um das Infektionsrisiko zu minimieren.